Aus- und Umbauten Allmersbacher Haus in Steibis

 


1990

Im November 1990 wird bei Notar Kellner in Immenstadt zwischen Frau Stocklauser und Frau Henne einerseits, und den Berg- und Wanderfreunden Allmersbach im Tal, vertreten durch Erich Bihlmaier, Heinz Kurz und Jürgen Burr andererseits, der Kaufvertrag unterzeichnet. Das ehemalige Gasthaus und Pension Lanzenbach wird das „Allmersbacher Haus“.
Als erste Baumaßnahme wird für bessere Waschmöglichkeiten gesorgt. An Stelle der früheren Garage entsteht je eine Damen- und Herrendusche.
Um die geringe Stockhöhe auf Normalmaß zu erhöhen wird gleichzeitig eine Bodenabsenkung mit Erneuerung der versottenen Entwässerung auch im gesamten Flurbereich vorgenommen.
 

1991
Um die Bettenkapazität zu erhöhen werden die vorhandenen Ehebetten in allen Zimmern durch 34 Stockbetten ersetzt.
Die vorhandene Küche wird durch den Einbau einer Küche mit doppelter Ausstattung auf unsere Verhältnisse ausgelegt. Einzig erhalten blieb der massive gusseiserne Herd.
Die gesamte Elektrik vom Hausanschluss über Schaltkasten und Verteilung musste nach Auflagen der Weissacher-Kraftwerke auf den neuesten technischen Stand gebracht werden.
Um weitere Abstellräume zu bekommen wird der teilweise freie Raum unter der Veranda umbaut.
Da schon im ersten Winter die vorhandene Wasserversorgung mehrere Wochen eingefroren war (Wasser wurde im Wasserfass aus der Sennerei durch den „Alpenschorsch“ angeliefert und in die Brunnenstube hochgepumpt), wird als erste Sanierungsmaßnahme eine neue, größere Brunnenstube gesetzt und gleichzeitig die Wasserleitungen zum Haus erneuert.

 

1992
Sämtliche vorhandene WC’s im Erdgeschoss und 1. Stock werden erneuert und die Wände gekachelt und Holzdecken eingezogen. Aus dem seitherigen Bad im 1. Stock werden Damentoiletten.

 

1993
Gegenüber der Haustür wird der Holzbrunnen gesetzt. Dazu musste ein Teil des Hanges abgegraben werden. Das Wasser kommt aus dem Überlauf unserer Quelle.
Im 2. Stock wird das erste von vier Zimmern durch das Zurücksetzen der Dachschräge erweitert.

 

1994
Die Hütte Vorderburg wird aufgelöst. Das verwendbare Mobiliar wird in Steibis untergebracht. Gleichzeitig wird Brennholz von Allmersbach nach Steibis geschafft.
An zwei aufeinander folgenden Wochenenden wird eine neue Wasserleitung von der Quelle bis zur Brunnenstube in den Steilhang des Imbergs gegraben. Es waren jeweils über 20 Mann im Einsatz. Alles musste von Hand gegraben werden, einschließlich einer Bachunterquerung. Über 200 m Leitung werden frostsicher verlegt.

 

1995
Weitere Brennholzbeschaffung. Das Holz kostete zwar nichts, aber das Herausholen aus dem Steilhang am Haus war wiederum mühsam.
Die Erweiterung des 2. Gastraums wird mit einem Durchbruch zum bestehenden Anbau in Angriff genommen und 1996 mit dem Einbau neuer Fenster an der Veranda abgeschlossen.

 

1996
Durch Auflagen des Landratsamtes Oberallgäu muss mit einem Kostenaufwand von 30.000,00 DM an die bestehende 3-Kammer Kläranlage eine biologische Stufe angebaut werden. Dazu wurde eine Fachfirma beauftragt.
Im Anschluss daran wird die Anlegung der Außenanlagen, bisher mehr oder weniger ein Schutthaufen, in Angriff genommen.
Der Balkon wird abgerissen und dafür der darunter liegende Ölraum erweitert. Die veralteten Öltanks werden durch neue Sicherheitstanks ersetzt. Für den gewonnenen Freiraum bei der Heizung werden Trockenmöglichkeiten für Kleider und Schuhe eingerichtet.
Um hinter dem Haus eine ebene Fläche zu bekommen, wird eine Stützmauer aus Findlingen errichtet.
Durch Drainagen wird das teilweise sehr nasse Gelände begehbar gemacht.

 

1997
Die vorhandenen Vertiefungen hinterm Haus (Hochgratseite) werden nach und nach aufgefüllt. Zur Anlage der Wege und einer Grillstelle müssen nochmals Tonnen von Schotter und Humuserde hinter das Haus gekarrt werden, das Gelände wird eingesät und bepflanzt.
Die Heizung erhält aus Sicherheitsgründen eine Umzäunung.
Mit dem Anbringen von Umzäunung und Schaukel und dem Aufstellen von Gartenmöbeln (2 rustikale Garnituren werden neu beschafft) erhält das Freigelände sein jetziges Aussehen.

 

1998
Mitten im Sommer und bei Vollmond werden unsere 2 Quellen neu gefasst und in einem Sammelschacht zusammengeführt. Mit diesem letzten Teil ist die komplette Erneuerung der eigenen Wasserversorgung abgeschlossen.
Der Stadl wird nach und nach neu verschalt.
Das Allgäuer Original und einer unserer ersten Vertrauten in Steibis, Heinrich Karg (genannt Heini oder „Praktisch“) stirbt im Alter von 63 Jahren.

 

1999
Das gesamte Haus wird einschließlich Fenster neu gestrichen.
Die Veranda erhält eine neue Dachrinne.

 

2000
Das Blechdach von Haus und Stadl wird wegen des angegriffenen Zinks ebenfalls gestrichen und erhält eine rote Farbe.
Die Veranda wird im Vorderteil erweitert und die Holztreppe durch eine Metalltreppe ersetzt.
Ein weiterer Freund des Hauses und Allgäuer Original, Georg Allger (der Alpenschorsch) stirbt im Alter von 62 Jahren.

 

2001
Mit dem „Allgäuer Brauhaus“ wird der bestehende Vertrag verlängert und dabei die Außenbeleuchtung und das Namensschild erneuert.
Ein Großteil der Roste und Matratzen wird durch neue ersetzt.

 

2002
Im Erdgeschoß werden die verzogenen alten Holzfenster durch neue Isolierglasfenster ersetzt.
Erforderlich ist wieder eine größere Holzbeschaffungsaktion mit 2 Transporten (LKW mit Hänger) von Allmersbach nach Steibis.
Gastraum 1 erhält neue Tapeten und einen neuen Bodenbelag.

 

2003
Über dem Grillplatz wird eine Schutzhütte aus Holz errichtet. Im Rahmen des Hüttenputzes im April wurde sie an einem Tag einschließlich Dach errichtet. Voraussetzung waren viele Vorarbeiten durch Alfons Spengler.
Die Arbeiten konnten im Juni mit der Verschalung, Beleuchtungseinrichtung, Geländekosmetik usw. beendet werden.
Alle Stockbetten werden mit Gewindestangen versteift um das Herausfallen der Lattenroste zu verhindern.

 

2004
Der Frost hat die Grillstelle der Grillhütte zerstört. Sie wird durch einen neuen Grill ersetzt. Die Grillhütte wird mit neuen Gartenmöbeln ausgestattet um ein harmonisches Bild abzugeben.
Der Vorgarten an der Imbergseite des Hauses wird zu Gunsten einer Parkplatzerweiterung abgetragen und asphaltiert.
Der seitherige Abgang wird durch eine Gitterrosttreppe unter den Balkonen wintersicher ersetzt.
Wegen der Einführung neuer Abgasvorschriften wird der sowieso altersschwache Heizkessel durch eine moderne Heiztherme ersetzt. Dazu muss auch der Kamin saniert werden.
Um Geruchsbelästigungen einzudämmen wird die Kläranlage mit einer zusätzlichen Be- und Entlüftung ausgestattet.
Teilweise Erneuerung der Elektroinstallationen im 2. Stock.

 

2005
Die Wege hinterm Haus werden mit Recyclingasphalt ausgekoffert.
Mit der Markierung von Stellflächen wird eine Parkordnung erreicht, die jedem Fahrzeug auch wieder die Ausfahrt ermöglicht.
Der 05.06. ist der letzte Fahrtag der 1949 erbauten Einer-Sesselbahn auf den Imberg, neben Prodel und Hochgrat einer unserer 3 Hausberge.
Im 1. und 2. Stock werden die letzten alten Fenster mit einer 2. Aktion nach 2002 durch neue Isolierglasfenster ersetzt. Investitionsvolumen ca. 8.000,00 €.
Die Hochwasserkatastrophe vom August mit weggerissenen Brücken über die Weissach und zahlreichen Erdrutschen gehen auch am Haus in Form von Spannungsrissen nicht spurlos vorüber. Auch hinter unserer Grillhütte musste eine Rutschung beseitigt werden.
Im Rahmen des Herbstgroßputzes wurde eine mächtige, knorrige, alte Wetterfichte auf der Mauer oberhalb des Parkplatzes aufgestellt. Über 100 Jahre hatte sie Wind und Wetter in den Bergen getrotzt, nun steht ihr Stamm als Wächter („Knorri“) vor dem Allmersbacher Haus. Nichts könnte symbolisch das Oberallgäuer Bergklima und unser Haus besser charakterisieren: rau, aber herzlich.
Die neue Kabinenbahn auf den Imberg wird vor Weihnachten in Betrieb genommen.

 

2006
Das Verandadach ist durch eine Dachlawine erheblich beschädigt worden. Notdürftige Reparatur.
Der 13 Jahre alte marode Brunnen wird durch einen neuen Weißtannentrog ersetzt.
An der Rückseite des Hauses (Hochgratseite) werden 2 Sessel der alten Imbergbahn an einem Tragseil aufgehängt uns als zusätzlichen Gag mit Insassen ausstaffiert.
Die Nostalgiebahn erregte schon bei der Aufstellung das allgemeine Interesse.
Der „Knorri“ erhält ein Kupferdach mit Wetterfahne.


2007
Durch den Kauf des Vereinsheims und sofortiger Baumaßnahmen werden am Allmersbacher Haus keine Sonderarbeiten durchgeführt.

 

2008
Das durch verschiedene Lawinenabgänge (zuletzt 2006) beschädigte und marode Verandadach auf der Straßenseite wurde durch ein massive, den Freisitz hinterm Haus mit einbeziehend, neue Überdachung ersetzt. Kostenpunkt ca. 14.000 €.
Das letzte Holz aus der Lieferung 2002 wurde mit einer Sonderaktion aufbereitet.
Sonderarbeiten beim Herbstputz: Beide elektrischen Herde und beide Kühlschränke wurden durch neue ersetzt. Der Eingangsflur erhält einen Rauputz. Die von Sonne und Regen angegriffenen Fensterläden wurden neu gestrichen.

 

2009
Bei der Kläranlage muss ein unabhängiger Sachverständiger die Funktion überprüfen, obwohl eine Fachfirma die Wartung durchführt. Deren Chef ist ebenfalls Sachverständiger.

 

2010
24 Matratzen und 9 Roste im Rahmen des Hüttenputzes ausgewechselt.
5% Preiserhöhung bei den Getränken nach 8 Jahren.
Die Begrenzungssteine der Straßenböschung neigen immer weiter nach außen. Mit dem Markt Oberstaufen (Herrn Blank) wird im September Verbindung aufgenommen.

 

2011
übliche Wartungsarbeiten sowie Holzfällerarbeiten
Ab Mitte August neuer Getränkelieferant (Meckatzer Löwenbräu)
leichte Erhöhung bei Übernachtungspreisen und Getränke

 

2012
Straßensanierung wg. abrutschender Böschung
Malerarbeiten rund ums Haus, sowie die üblichen Wartungsarbeiten

 

2014
Aufgrund gestiegener Nebenkosten, leichte Preiserhöhung für die Übernachtungen
Böden der 2.Etage sowie des großen Aufenthaltsraumes sind jetzt mit Laminat ausgelegt
Deckbetten im Rahmen des Hüttenputzes erneuert
Neues Eingangspodest für die Holzhütte
Neuer Brunnen im Eingangsbereich

 

2015
Verlegung des restlichen Laminats im OG (Flur, Zimmer „Falken“), sowie im kleinen Aufenthaltsraum
neuer Grill
Neuer Tisch und eine neue Bank im Eingangsbereich, welche nach einer Wanderung zum Relaxen einladen.
übliche Wartungsarbeiten

 

2016
Holzzaun ausgebessert, Sitzgruppen und Brunnen neu eingelassen und die Holzhütte neu gestrichen. Dazu noch die Gartenwege saniert und die alten Bahnschwellen durch Granitstufen unter Einbeziehung des Zugangs zum „Hochsitz".
Nach langer Suche haben wir eine Dame aus  Steibis gefunden, die bei uns putzen wird. Ab sofort bieten wir unseren Gästegruppen gegen Gebühr eine „Endreinigung“ an. Somit entfällt der lästige, in der Regel sonntägliche Morgenputz. Wir hoffen, dass davon reger Gebrauch gemacht wird und die Putzfrau zur Dauereinrichtung wird.
Ab November 2016 wird der „Hüttenputz“ durch eine ortsansässige Reinigungsfirma durchgeführt.

 

Oben