Archiv der aktuellen Meldungen von 2021

 

 

01.02.2021

Vereinsleben mit Corona

Begebenheiten in Steibis
Berggasthaus Hirsch immer noch nicht verkauft

Zum ehemaligen Berggasthaus Hirsch, heute Hochgrat, hatten wir schon gewisse Beziehungen. Zum einen war es das nächstgelegene Gasthaus zum Allmersbacher Haus, zum anderen hatten wir zum früheren langjährigen Pächter, dem Gotthard, nach und nach sehr gute Beziehungen.
Der Hirsch, unübersehbar auf der Kuppe an der Straße zum Hochgrat gelegen, war ein gutbürgerliches Gasthaus, ein Treffpunkt für Einheimische, Ausflügler und Wanderer. In den 90er Jahren durften wir als Württemberger noch nicht an den Stammtisch sitzen, der war den Bure, Holzer, Hirten, Kartler und einheimischen Privatiers vorbehalten, fast alle mit den allgäuischen Hütten.
Aber mit dem Wirt, eben diesem Gotthard, kam man ins Gespräch. Hatte er doch mit den Stationen „Unterer Wirt“ (Engel) in Rettenberg und dem Kurhaus Oberstaufen schon einiges hinter sich. „No isch mr halt nach Staufa numm“ so seine Erzählungen, und „zletzscht hot mr au no da Brunold gnomma“. So heißt der Hirsch auch.
Wir wurden gern gesehene Gäste. Wir erfuhren nach einigen Bierrunden was die Einheimischen von uns Württemberger hielten, wieviel Getränke der Bierführer bei uns abgeladen hatte, was sich auf den Alpen tat und welcher Weg gerade gerichtet wurde. Auch durften wir später an den Stammtisch sitzen. Der Austausch war rege und ein Punkt ist noch in Erinnerung. Irgendwie kam man auf Elwetrischtle, im bayrischen sind das Wolpertinger. Gotthard meinte, er hätte „soa Viach dahoam“ und wenn er das loseisen könnte, würde „das guat in „Lanzabach nundor passa“ (Allmersbacher Haus). Es wurde aber nichts draus, vielleicht hat er das auch nur gesagt, damit wir möglichst oft zum Nachfragen kommen. Nachdem Gotthard altershalber aufgehört hatte, wurde das Haus verkauft und umgebaut. Es gab auch neue Pächter, aber die hatten alle unüberwindbare Querelen mit dem Besitzer und so steht das Anwesen seit Jahren zum Verkauf. Es dient zurzeit mehr als Parkplatz für die Buchenegger Wasserfälle. „Das wirdm wohl blueba“ hört man so ab und zu angesichts des Kaufpreises über der Millionengrenze.

Zu Corona ist an dieser Stelle nichts hinzuzufügen. Wir hoffen nur, dass wir mit unseren angedachten Maßnahmen heil aus dieser Situation herauskommen. Bis dahin aufpassen, gesund bleiben und wieder kommen, wenn es so weit ist.

 

08.02.2021

Vereinsleben mit Corona

Vereinssituation

Werte Mitglieder und Freunde!
Zur Frage „Warum habt ihr noch nichts geplant?“ können wir nur auf den Mitgliederbrief vom November des letzten Jahres verweisen. An der Aktualität hat sich, bedingt durch die Pandemie, nichts geändert.
Anbei nochmal die damaligen Überlegungen: Wir haben einige Ausflugs- und Wanderziele zusammengestellt, die man auch mit Privat PKW erreichen kann. Dann sind wir mit der Planung und Durchführung flexibler. Die wichtigsten Ziele:
Wanderungen (so bald wieder möglich):
Wanderklassiker: Auf dem zertifizierten Kloster-Felsenweg durch den malerischen Landschaftspark Inzigkofen bei Sigmaringen.
Eltzer Burgponarama, Traumpfad Moselland.
Geht ins Internet, Vorfreude!
Sowie weiteren Traumrouten und Genießerpfade.
Vollmondwanderung am Sonntag 28.03.21. Mal sehen, was draus wird.
An kleinen Ausflügen:
Stadt Nürnberg 2 Tage, Besichtigung Dokumentationszentrum, Wanderung Brückkanal zur Schwarzachklamm.
Genießerpfade Schwarzwald mit Übernachtung im Wehrhalder Hof (2 oder 3 Tage).
Dann: 40 Jahre Wandern mit den Berg- und Wanderfreunden Allmersbach im Tal.
Wandern – was ist das eigentlich? Der Versuch einer Definition und was bei uns daraus geworden ist. Das wollen wir im Allmersbacher Haus mit einer Erlebniswoche umsetzen.
Eine Woche E-MTB in Thüringen.
Die Bewegungsoffensiven Nordic Walking, Boulen und E-MTB starten ebenfalls wieder nach dem Lockdown.

Das steckt schon einiges drin. Dass wir die Termine noch nicht festlegen, ist dem geschuldet, dass wir das Ende der Pandemie nicht abschätzen können. Das Canceln von Terminen ist unangenehm, verlorene Arbeit und (manchmal) auch mit Unkosten verbunden.

Des Weiteren stehen auch noch Arbeiten am Allmersbacher Haus an, das seit einem Vierteljahr von uns nicht mehr betreten wurde. Das bibbert schneebeladen einsam vor sich hin. Neben Sommerumstellung stehen an: Frühjahrsreinigung Wasser, Netzwerk mit Kameras ausbauen, Glockenturm erstellen, Biotop anlegen, Verschönerungen usw.
Alles weitere hängt finanztechnisch auch davon ab, was mit dem Gastronomieteil des Vereinsheims geschieht. Unser Antrag vom Mai letzten Jahres an die Gemeinde Allmersbach im Tal ist immer noch nicht entschieden. Inzwischen kommen wir auf den Felgen daher und müssen vermeiden, dass wir nicht auf die Gant kommen, Wir hoffen, dass es demnächst zu einer einvernehmlichen Lösung kommt.

Zu Corona ist an dieser Stelle nichts hinzuzufügen. Verplant nicht alle Termine, denn wir haben ja einiges auf Lager. Siehe oben. Bis dahin aufpassen, gesund bleiben und wieder kommen, wenn es so weit ist.

 

25.01.2021

Vereinsleben mit Corona
An die Freundinnen/Freunde der Singrunde:
Mai Gott, wia wär des schö,
mr könnt wiedor amol zum Senga geh.
Vornadra dor Claus mit dem Akkordeo,
der sucht sofort nach dem richtiga To.
On dr Peter nicht zuletzt,
sorgt sich um den richtgen Text.
Melodien, Liadle üba, oifach zamma was macha
und beim Bier danoch übern jeda Scheißdreck lacha.
Viel zu lang isch des scho her,
wenns doch endlich wiedor amol so wär.
Dia Seuche mit de Vira en de Aerosole-
Gott gib, dass dia dor Deifel hole.

Dasselbe gilt auch für die anderen Sparten. Liebe Mitglieder und Freunde, geduldet euch, haltet zusammen, damit wir im Laufe des Jahres vielleicht wieder ein Vereinsleben aufbauen können. Bis dahin aufpassen, vorsichtig sein. Die Gesundheit ist wichtiger.

 

18.01.2021

Vereinsleben mit Corona
An Neujahr hatten wir bei unseren Glückwünschen den Nebensatz dabei: „Viel schlechter kann es ja nicht mehr werden“. Keine 2 Wochen später kommen schon die ersten Zweifel. Coronazahlen bleiben hoch, nicht genügend Impfstoff und viele Diskussionen.
Liebe Mitglieder und Freunde, geduldet euch, haltet zusammen, damit wir im Laufe des Jahres wieder ein Vereinsleben aufbauen können. Bis dahin aufpassen, vorsichtig sein. Die Gesundheit ist wichtiger.
Am 6. Januar wäre unser turnusmäßiger Wandertag gewesen, Wetter wäre nicht so ideal gewesen. Hatte jemand Entzugserscheinungen?
Da wir im Februar keine Hauptversammlung wie gewohnt durchführen können, bleiben die Verantwortlichen so lange im Amt, bis das wieder möglich ist.

Gedanken zum Jahreswechsel
Über die Feiertage hatte man ja wegen der Besonderheit der Tage genügend Zeit zum Lesen, zum Spazierengehen, zum Nachdenken. Angeregt durch einen Artikel in der BKZ „Auf gut Schwäbisch“ zu den Themen Weihnachtsgeschenke, Klimawandel und Freizeit kam das Erinnern. Wie war das eigentlich früher?
Heute hat man, wie man so hört, gewisse Schwierigkeiten was man den Kindern denn noch alles schenken könnte. Das war früher etwas anders. Endlich bekam man die lang ersehnten Schlittschuhe, nicht wie heute in Kombination mit eleganten Stiefeln, sondern „dia mit dem Triebele“. Die hat man dann an das einzige Paar Stiefel das man hatte angeschraubt, hinten am Absatz mit den Zacken.
Und wir Heutensbacher haben in dieser Zeit auch schon Eishockey gespielt! Das Wasser des Bächleins wurde in eine Wiesenmulde geleitet und jetzt sind wir beim Klimawandel: Es entstand ein „Eishockeystadion“ für den ganzen Winter und das Stadion musste man nach Schneefall sogar räumen. Auch der Ebnisee war meistens vollständig zugefroren, aber für uns Kinder unerreichbar.
Deshalb zurück zum Eishockey in Heutensbach. Für den Schläger holte man sich am Bach einen abgekröpften Prügel und schnitt den zurecht. Als Puck dienten die ausgedienten, flachen Blechbüchsle der Schuhwichse. Und los gings. Eingeteilt, drei gegen drei oder so. Stürze, Verletzte. Jeden Tag was anderes.
Und für manchen ein abruptes Ende: Den Absatz am Stiefel hat es weggerissen. Mit dem „Triebele“ hat man die Klemmbacken immer fester zugedreht bis es soweit war. Mit dem einzigen Paar Stiefel musste man dann zum Schuhmacher, zum „Ebinger“ in den Biegel. Der hat das dann, wenn man Glück hatte, nach einem Tag wieder geklebt und vor allem genagelt und weiter gings. Auch die Schlittschuhe litten, weil sich ja die wenigsten so richtig sich drauf bewegen konnte. Die Kanten nützten sich ab, das Vierkant für des „Triebele“ wurde abgeschliffen. Vollbeschäftigung mit Schleifen und Reparaturen.
Der Spielplatz für uns Kinder war vorwiegend in der freien Natur und die Erlebnisse scheinbar so nachhaltig, dass man sich auch noch nach 60 Jahren daran erinnert. Die Gegebenheiten haben sich teilweise gewaltig geändert und wir Menschen müssen mit den Veränderungen leben.

 

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