Sonnwendfeier - 2006

 


Sonnwendfeier wieder mit starker Anziehungskraft

Alle Vorbereitungen getroffen, Bilderbuchwetter, viele Besucher. Trotzdem fehlte etwas die lockere Stimmung, die solche Feste im Endeffekt auszeichnet. Die Fußball WM hatte natürlich auch Auswirkungen, denn der Besucherstrom hielt sich anfangs in Grenzen, viele Besucher tauchten erst nach dem Spiel England-Portugal auf, was dann auch prompt zu Wartezeiten an der kasse und beim Essen führte. Auf dem Festplatz schlug sich die Begeisterung für den seitherigen Weg der deutschen Nationalmannschaft in Form von gehissten Deutschlandfahnen nieder. Zur Unterhaltung durch das Uhlberg-Duo aus Plattenhardt gab es geteilte Meinungen. Die Kritiker können beruhigt werden, nächstes Jahr wechseln wir die Kapelle. Erstaunlich die Beteiligung beim Fackelzug der Kinder, mehrere hundert Meter lang zog sich die Schlange auf der „Heutensbacher” Runde, um dann gemeinsam den Holzstoss zu entzünden. Das Holz, knochentrocken durch das vorangegangene schöne Wetter, brannte sofort lichterloh und musste wegen dem Funkenflug und dem immer wieder auffrischenden Ostwind durch die Feierwehr eingedämmt und schließlich gelöscht werden. Eigenlich schade, denn das Stangengerüst war nach über einer Stunde immer noch nicht umgefallen.

Nicht so erfreulich sind die Begleitumstände, mit denen so ein Fest über die Bühne geht. Wir als Veranstalter machen uns schon erhebliche Mühe und Arbeit, um so eine risikoreiche Freiluftveranstaltung auf die Beine zu stellen. Doch die Dreistigkeit mancher Zeitgenossen geht ins kriminelle. Mag man das Ausstecken der Stromzuleitung zu nächtlicher Stunde noch als „Gag” abtun, so ist das Anzünden des Holzes mittels Brandbeschleuniger in der nacht von Freitag auf Samstag nicht mehr akzeptabel. Nicht auszudenken sind die möglichen Auswirkungen bei dem starken Ostwind. Nur einem aufmerksamen Bürger aus Heutensbach ist es zu verdanken, dass es beim Versuch blieb. Muss tatsächlich alles massiv abgeschrankt werden? Muss das Festgelände Tag und Nacht bewacht werden? Sind die Täter nur einzelne, hohle Köpfe, die dringend eine Therapie benötigen? Oder geht das einher mit dem allgemeinen Werteverfall unserer Gesellschaft? Der subjektive Eindruck tendiert eher zum Letzteren.

Zurück zum Fest. Letztendlich blieb vom Feuer ein makaber anzusehender verkohlter Holzhaufen übrig. Wir bedanken uns bei der Freiwilligen Feuerwehr für das Engagement, ebenso bei der Fam. Allmendinger für das kostenlose Überlassen des Festplatzes und der Gemeindeverwaltung für die großzügigen Genehmigungen. Wir hoffen, den Besuchern auch im nächsten Jahr mit dem gleichzeitig stattfindenden Wandertag wieder eine attraktive Veranstaltung bieten zu können.

 

 

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