Ausflüge - 2016

 

Wohlbehalten aus Kroatien und aus der Buckligen Welt zurück

Einen nicht alltäglichen Ausflug, was die Länge und das Wetter betrifft, erlebten die Teilnehmer der diesjährigen Ausfahrt nach Zadar in Dalmatien. Viele Unsicherheitsfaktoren. Wie ist es an den Grenzen? Was macht das Wetter? Wie bestehen wir die weite Fahrt?
Um es vorwegzunehmen, alles lief wie am Schnürchen und es gab keine nennenswerte Zwischenfälle.
Auf der Hinfahrt Schnee auf der Alb und in Bayern, aber ab der Südseite der Alpen Schnee nur noch in den höheren Lagen, in den Tälern war schon der Frühling eingezogen.
Keine Probleme an den Grenzen, nur die EU Außengrenze zu Kroatien wurde penibler kontrolliert und man sah den einen oder anderen Stacheldraht.
An Ljubljana vorbei war Novo mesto in Slowenien der erste größere Halt. Ein kleines Städtchen unmittelbar am Fluß Krka mit einem ansprechenden Marktplatz. Über weitere 4 Stunden Autobahn erreichten wir die Adriaküste bei Zadar. Die Autobahn durchbricht das Velebitgebirge spektakulär mit einem Tunnel und führt, „im Wind stehend“, den Hang hinab in die Ebene. Schließlich fand man auch noch das Hotel Donat. Ein für unsere Zwecke brauchbares Quartier, zudem fehlte es beim Frühstück und Essen an gar nichts. Lediglich die Getränke waren gewöhnungsbedürftig.
Wer Kroatien aus den 90er Jahren kannte, hat sich gewundert. Keine wilde Müllablagerungen mehr, alles sauber. Auch die Straßen und Plätze. Die haben Deutschland überholt. Glückwunsch für die Kroaten. Und für uns? Betroffenheit, Kommentar überflüssig.
Und noch eines verwunderte. Die nehmen als EU Erwartungsland partout keine Euro, nur Kuna.
Der Nationalpark Krka, hat nichts mit der Krka in Slowenien zu tun, entpuppte sich als sauber hergerichtetes Naturschauspiel, dominierend das in Kaskaden zu Tal rauschende Wasser, auf einem Bohlenweg bequem zu erkunden. Fische in Massen in den ruhigen Stellen. Dazu der erste ganztägige Sonnentag, Herz was willst du mehr? Anschließend wurde noch die Stadt Sibenik mit einem Kurztrip besucht. Eine der 4 Städte an der Adria, die wir genauer anschauten.
Der nächste Tag war am Morgen die Stadt Zadar. Was nahmen wir mit? Ein lebendiges Flair in der Stadt, für die Nase war die Fischhalle zuständig, die Seeorgel „spielte“ durch den starken Wind besonders laut und jede Menge Baudenkmäler und Kirchen.
Am Nachmittag stand die Exkursion der Insel Pag an. Was für eine wechselnde Landschaft innerhalb 50 km! Blankes Gestein allenthalben, das schimmernde Blau der Adria, Salzgewinnung in einer Bucht, auf der Nordseite der Insel niederer Bewuchs und Steinmauern ohne Ende. Diese steigerten sich noch bis zu den Olivenhainen am Nordende der Insel. Eine originelle Pause um den Bus ersetzte die fehlende Gartenwirtschaft. Wieder ein ganztägiger Sonnentag. 
Die Exkursion der Städte Trogir und Split standen an. Dazu hatten wir mit der „Silvana“ eine äußerst kompetente Führerin gebucht, die viel über Land und Leute wusste. Der schönste Teil der Fahrt dorthin war die Küstenstraße von Sibenik bis Trogir mit dem Inselstädtchen Primosten und seine Weinberge. Das überschaubare Trogir, ebenfalls auf einer Insel hinter Mauern, strotzte vor Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum mit etwa 10 Kirchen aller Stilepochen. An einer kamen wir auch noch in den Genuss dalmatinischer Gesangskunst, vorgetragen von 4 Männern extra für uns.
Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens, wird überlagert durch den allmächtigen Diokletianpalast der als Alterssitz noch aus der Römerzeit errichtet wurde. Dieses etwa 185x215 m große Areal diente als Festung und erfuhr über die Jahrhunderte sehr viele bauliche Veränderungen, ist aber als Gesamtkomplex noch sehr gut erhalten und heute ein Mischmasch von Kultur und geschäftstüchtigen Unternehmern. Split hat mit dem Marjan, Parks und Stränden noch mehr zu bieten. Aber alles geht nicht auf einer Tour.
Am nächsten Tag stand die ganztägige Kornati Schiffstour auf dem Programm. Etwas Aufregung am Morgen durch die verwechselten Termine, aber wieder wurden wir durch einen weiteren Sonnentag in diesem herrlichen Inselreich belohnt. Die einst bewaldeten Inseln des Nationalsparks haben eine recht spärliche Vegetation, dies ist den Brandrodungen der Hirten geschuldet, die neues Weideland schaffen wollten. An einer der Inseln wurde zur Mittagspause angehalten und in einem sonnendurchfluteten Hang die Natur genossen. Der Fisch schmeckte in dieser Umgebung vorzüglich oder meinten wir das nur? Nein es war so. Nach einem weiteren Halt auf der Insel Dugi Otok strebten wir wieder Zadar zu und ein ausgefüllter Tag ging zu Ende.
Der nächste Höhepunkt wartete. Die Jeep Tour in das Velebit Gebirge. Die erwarteten uns schon an der Maslenica Brücke und schnurstracks fuhren die 5 Jeeps in die Berge. Ein ordentliches Gerumpel auf den unbefestigten Pisten und dann das viele Aus- und Einsteigen aus diesen bockigen Gefährten. Doch die Jungs machten das gut, an den schönsten Aussichtspunkten wurde angehalten, eine kleine Wanderung eingestreut und an einer „Alm“ Mittag gemacht. Berge am Meer haben eine besondere Ausstrahlung, so auch hier. Die Adria mit ihren vorgelagerten Inseln trat in 1000 m Höhe immer mehr zurück und wir schraubten uns in die immer bizarrer werdenden Kalkfelsen hinauf, durchsetzt mit Wiesen und auch Buchenwald. An einer Windschutzmauer kamen wir zum Tulove Grede. Hier oben wurden Szenen aller Winnetou Filme gedreht, es sind auch die Sterbeorte Winnetous und seiner Schwestern. „Gedotet“, wie unser Guide es ausdrückte. Die Steinhaufen der Gräber werden immer kleiner, so groß ist der Kult. Die herrliche Wiesen und Felsformationen waren auf diesem Pass im Jugoslawienkrieg vermint und hart umkämpft. Was für ein Kontrast.
Und dann ging es wieder endlos hinunter zum Zrmaja Canyon, der unvermutet im Tal auftaucht. Standort des Pueblos, Winnetous Heimat. Aber dort ist außer einer Tafel vom Drehort nichts mehr übrig, nur der grandiose „Rio Pecos“, wie er im Film hieß, schlängelt sich grünlich schimmernd durch die verhungerte Landschaft. Ein Erlebnis der besonderen Art ging zu Ende. Die freundlichen und guten Fahrer entließen uns wieder an der Brücke. Erst einmal durchschnaufen.
Über Nacht setzte Regen ein und der begleitete uns den ganzen Tag. Lediglich in Maribor (Slowenien) regnete es dann nicht mehr, es schüttete. Die ganze Stadt war verwaist.
Doch wir erreichten pünktlich das Hotel Post in Kirchschlag. Alles problemlos, Seniorchef  „Fritz“ wurde in Postuniform unser Reiseführer. Ein kleiner Wermutstropfen war die nach einem Unfall nicht wieder hergestellte Semmeringbahn. Damit keine Bahnfahrt. Doch „Fritz“ führte uns durch die Bucklige Welt und nahm für den Semmering noch die „Renate“ dazu. Für Unterhaltung war gesorgt. Semmeringmuseum, Wallfahrtskirche Maria Schutz, Quellenmuseum Kaiserbrunn und Wiener Wasserversorgung. Themen genug, der Tag war wieder ausgefüllt. Und der Regen hatte nachgelassen.
Und noch die Heimfahrt. Bei Passau über die Grenze. Die ersten Staus auf der Autobahn. Wir waren wieder in Deutschland. Fahrer Roland Braun hatte die über 3000 km lange Fahrt fehlerfrei gemeistert. Die Stimmung war immer noch gut und im Schwabenland war inzwischen auch Frühling.

 

Eckdaten:

Zeitpunkt:
Von Montag 25.04. bis 03.05.16.
Montag 25.04.16 Fahrt über Österreich, Slowenien, Kroatien nach Zadar.

6 Übernachtungen in Zadar in Kroatien.

Sonntag 01.05. Teilheimfahrt in die Wiener Alpen nach Kirchschlag (Österreich).

2 Zwischenübernachtungen in der Buckligen Welt.

Dienstag, 03.05.16 restliche Heimfahrt.

Hotels:
Hotel Donat in Zadar „all inclusiv“, EZ-Zuschlag 5 €.
Hotel Post in Kirchschlag in der Buckligen Welt (Wiener Alpen), Halbpension. EZ-Zuschlag 15.50 €.

Unternehmungen:
1. Sibenik und die Krka Wasserfälle. Abends Stadt Zadar.
2. Ausflug Hinterland mit Besuch der Stadt Knin mit Festung. Tagesunternehmung.
3. Kornati Schiffstour durch die vorgelagerten Inseln, Verköstigung, Tagesunternehmung.
4. Off Road Velebit. Mit Land Rover á 6 Personen entlang des Flusses Zrmanja (Pueblo Plato). Nach Fotopausen und Besichtigung der Winnetou Filmplätze geht es in das Velebit Gebirge und zu den Tulove Felsen, die herrliche Formen bilden. Snack und Getränke inklusiv. Teilnahme freigestellt, da dieser Ausflug 75 € kostet.
5. Städtetour Trogir und Split. Tagesausflug.
6. Bahnfahrt auf dem Semmering.
7. Museum der 1. Wiener Hochwasserleitung mit Quellenbesichtigung und Wanderung.

Preis:
Unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis, teilweise all inclusive und tägliche Unternehmungen. Der Preis von nunmehr 530 € enthält Fahrt, Hotels und alle Unternehmungen mit Eintritten usw. ohne die Velebit Land Rover Tour (fakultativ). Bei der Anmeldung bitte angeben.

 

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