Ausflüge - 2013

 

Schöne Tage in Südtirol

Für den einen zu viel, für den anderen fast zu wenig Touren in den Dolomiten. Aber die Bilanz fiel einhellig zufriedenstellend aus, denn auch Museen und Bergbahnen bereicherten das Programm.
Eindeutig das anstrengendste war der Wanderklassiker Bindelweg. Nicht die Höhe, Wege oder Steigungen waren das Problem, sondern der Neuschnee im gesamten Alpenraum. Schon beim Start am Pordoijoch war der Weg schneebedeckt und durch die vielen Wanderer und Sonneneinstrahlung in der Folge matschig und gumpig. So erreichte man abgekämpft den Fedaiapass, aber entschädigt von großartigen Ausblicken auf die Marmolada und den Stausee. Der restliche Teil der Reisegruppe besuchte die steilen Felswände der Serrai Schlucht bei Sottoguda. Der restliche Tag war ausgefüllt mit der Dolomitenrundfahrt, die mit den blühenden Wiesen und Neuschnee einen zauberhaften Kontrast bildeten.
Doch nun zum Reibungslosen. Das waren die Busfahrten und die Unterbringung samt Verpflegung. Für das erstere sei Roland Braun gedankt und für das zweite unserem Pensionswirt Martin Klapfer in Hofern/Kiens im Pustertal.
Für Gesprächsstoff schon bei der Anfahrt sorgte der Stromausfall der Seilbahn auf den Wendelstein in Osterhofen. Eine Stunde Wartezeit und ein bockiger Wirt auf dem Wendelsteinhaus, da wir dadurch unverschuldet zu spät zum Weißwurstfrühstück kamen. Manch einer erklomm dann dennoch den Gipfel: schönes Wegle, schöne Flora und eindrucksvolle Landschaftsbilder bei der aufreißenden Wolkendecke. Mit der hundertjährigen Zahnradbahn ging es hinab nach Brannenburg. Eine fehlende Teilnehmerin sorgte für weitere Aufregung. Doch beim lustigen Friedhof in Kramsach waren wir wieder komplett. Für viel Schmunzeln sorgten die dortigen zusammengetragenen Grabkreuze. „Hier liegt Martin Krug der Kinder, Weib und Orgel schlug“ war einer der nicht ganz so anzüglichen Inschriften.
Vom Pustertal aus folgten Ausfahrten auf den Ritten, wo die Erdpyramiden erwandert wurden. Schöne Aussichtsplattformen bereichern den Weg neuerdings.
Am nächsten Tag der schon erwähnte Bindelweg und die Dolomitenrundfahrt.
Ein Tag im Pustertal war geprägt von Wanderungen auf herrlichen Wegen zum einen von Reischach nach Bruneck mit Altstadtbesichtigung und bei der Mühlenwanderung in Terenten. Dort reihen sich teilweise 500 Jahre alte Kornmühlen am Ternerbach entlang, sowie Erdpyramiden im Steilhang.
Ein weitere Höhepunkt die Seiser Alm. Bei schönem Wetter die eindrucksvolle Rundwanderung auf dem Puflatschplateau mit Ausblicken ins Grödner Tal, in der ebenfalls in dieser Woche die Wanderolypiade des IVV stattfand. Teilweise müde gings mit der Kabinenbahn wieder hinab nach Seis, um anschließend noch die Heimat der gleichnamigen „Spatzen“, das Dörfchen Kastelruth, zu besuchen.
Doch dann kam er, der neuerliche Wintereinbruch über Nacht. Dadurch war es unmöglich die vorgesehenen Touren am Lagazuoi durchzuführen. Kurzerhand wurde auf Tauferer Ahrntal mit der eindrucksvollen Reinwasserfallwanderung und auf Toblach mit dem Gang vom See bis Alt-Toblach und anschließender 3-Zinnen Schaukäserei umgeplant.
So blieben die Taschenlampen in der Tasche und der Besuch der gigantischen Stollengänge am Falzaregopass musste unterbleiben. Eine richtige Entscheidung, wie der weitere Wetterverlauf bewies.
Das letzte Erlebnis war die 50 km Fahrt ins völlig anders geartete Ahrntal wo mit dem Besuch des Mineralienmuseums die Welt der „Strahler“ offenbart wurde. Bis zum Talschluss bei Kasern grüßen hoch gelegene Bauernhäuser von den Hängen.
1000 Meter ins Innere des Gebirges führte uns das Grubenzügle in Prettau, wo auf einem Lehrpfad der frühere Kupferabbau gezeigt wird. Die haben sich früher was geplagt.
Zum Abschluss das Krippenmuseum Maranatha in Luttach. Staunen konnte man über die Fantasie der Krippenbauer, die sich seit Jahrhunderten mit der Geburt Christi künstlerisch beschäftigen. Die Museumsführer, der Visionär Paul Gartner und sein künstlerischer Beistand Hubert Leimegger, gestalteten die Führung kurzweilig und unterhaltsam.
Ein mit vielen Themen ausgestatteter Ausflug ging mit der Ankunft in Allmersbach im Tal nach 8 Tagen wohlbehalten zu Ende.
Das herrliche Südtirol hinterließ viele Eindrücke, vom anstrengenden Wandern bis zum besinnlichen in Kirchen und Museen. Alles kann jetzt zu Hause in aller Ruhe verarbeitet werden.

 

Weitere Jahre

 

Oben