Ausflüge - 2012

 

Dieses Jahr waren es vier Ausflüge:

Schnee in Hülle und Fülle bei der Skiausfahrt

Insel Krk war das Ziel

Junior Team on tour

Bodensee Erlebnisplaner stand Pate und nicht nur der

 

Schnee in Hülle und Fülle bei der Skiausfahrt

Ein im Schnee versunkenes Allmersbacher Haus (siehe Bild) und bis zu 3 m Schnee auf den Hängen der Skigebiete erwartete die Teilnehmer der diesjährigen Skiausfahrt über Fasching. So machte das Skifahren auf den hervorragend präparierten Pisten richtigen Spaß, egal welcher Art, vom Snowboard bis zu den Langlaufskiern. Auch konnten wieder in den Schnee gezauberte Skulpturen in Form von Autos bewundert werden. Aber wie schon berichtet, riesige Warteschlangen an den Skiliften und Parkplatznot. So wurden am Faschingsdienstag ca. 18.000 Besucher gezählt.
Zur Abwechslung ging es auch auf den Hochhädrich, um die „österreichischen“ Pisten und Loipen in Augenschein zu nehmen.
Auch gönnten sich einige der jüngeren Teilnehmer als letzte Abfahrt die nicht präparierte Tour vom Imberg über das Remmeleck zum Allmersbacher Haus. Es kamen alle gesund und müde an unserem Haus an.
Zum herrlichen Schnee passte natürlich abends das von den Frauen zubereitete gute Essen und zünftige Gaudi bei Spielen und Unterhaltung.
Eine schöne, unfallfreie Skiausfahrt ging bei diesen Voraussetzungen natürlich viel zu schnell vorbei. Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Der Dank geht an Werner Schimke für die alljährliche Organisation dieser Tage.

 

Insel Krk war das Ziel

Die Wetterprognose für die kroatische Adriainsel verhieß nichts gutes, kaum ein Tag ohne Regen war prognostiziert. Um es vorwegzunehmen, nur bei der Rückkehr am Samstagabend in Allmersbach wurden wir doch noch so richtig nass.
Ansonsten konnte das vorhergesehene Programm, allesamt mehr oder weniger Freiluftveranstaltungen, durchgeführt werden. Und wir wissen jetzt auch, was „Bora“ heißt. Dieser Wind aus den Bergen bringt zwar gutes Wetter, aber der kann hinlangen. Und genau das war am Tag der großen Wanderung der Fall. Die 30 Personen große Wandergruppe erklomm die höchsten Berge der Insel, den Veli Vrh und den Obzova mit 569 m. Aber nicht die Höhe war das Problem, man konnte ein gutes Stück mit dem Bus auf einen Pass fahren, sondern das Gelände und eben dieser stetige Bora. Eine Steinlandschaft sondergleichen erwartete die Teilnehmer, kaum angelegte Wege. Immer auf den Boden schauend wurde diese Steinwüste in überwunden. Machte man das nicht, kam man in Stolpergefahr und da war keine sanfte Landung zu erwarten, nur kantige Steine und Felsen. Nach ca. 4 Stunden erreichten wir den Küstenort und unser Ziel Stara Baska. Dieser Anstrengung standen unvergleichliche Eindrücke gegenüber. Sei es der weite Blick auf die Inselwelt der Kvarner Bucht, das Blau des Himmels und der Adria, wohl für die Ewigkeit gedachte endlos aufgeschichtete Mauern in Kreis- und Längsform, der sparsame Bewuchs, scheue Schafherden und auch eine Rotte Wildschweine. Eine Wanderung, die mit nichts zu vergleichen ist. Die Anstrengung wich bald und man kam zur Erkenntnis, bei einer besonderen Wanderung dabei gewesen zu sein.
Beim Anreisetag wurde die wohl schönste Tropfsteinhöhle Europas in Postojna besucht, immer wieder ein Erlebnis auch für diejenigen, die zum wiederholten Male die Höhle besuchten. Bei Rijeka leuchtete dann die Adria auf und über neu ausgebaute Straßen ging es über die Brücke auf die Insel Krk. Auffallend die vielen erfrorenen Olivenbäume und die braunen Pinien. Die Kvarner Bucht hat einen der strengsten Winter hinter sich seit sehr langer Zeit, sogar das Meerwasser war zeitweise gefroren. Ungewöhnlich für die Einheimischen.
Mit dem Hotel Park in Punat, es gehört zur Kette der Falkensteiner Hotels, hatte man einen Glücksgriff getan. Zimmer besser als erwartet, Essen gut und reichliche Auswahl, freundliche Leute. Was will man mehr?
Per Boot und Fähre wurden neben Krk auch die umliegenden Inseln erkundigt. Lediglich Rab mit seinen Kirchtürmen ging etwas im Nieselwetter unter. Dafür wurden auf hoher See Delphine gesichtet.
Auf Cres beeindruckte die Kammstraße und genau zur richtigen Zeit wurde der exzellente Aussichtspunkt von einem Gänsegeier überflogen. Eine wunderbare Strandwanderung von Mali nach Veli Losinj mit Abschluss im noch ruhigen Hafen beschloss diesen Tag.
Die Gänsegeier präsentierten sich uns noch einmal während einer Schiffstour an der Steilwand der Insel Plavnik. Dieses Mal ruhig in ihren Felsnischen sitzend und zum Greifen nahe, wesentlich aufgeregter die viel kleineren Falken.
Die Städtchen Krk vom Wasser aus und Vrbnik zu Fuß auf der Nordostkante der Insel standen ebenfalls auf dem Programm. Uralte Gemäuer, enge Gässchen und wunderbare Aussichten begleiteten den Tag. Alle kamen durchs engste Gässchen von Vrbnik, wenn auch nicht ungestreift.
Vieles über Land Leute erfuhren wir beim Festlandausflug nach Senji und Vinodolski. Und zum Abschluss ging es zu einer exzellenten Laube im dortigen Weintal, wo uns Käse, Schinken und Wein kredenzt wurden.
Fehlte noch ein Ort an der westlichen, weitaus geschützteren Seite der Insel Krk. Dazu fuhren wir nach Malinska. Eine 2stündige Wanderung am Strand und durchs dortige Hinterland war der Katamaranfahrt bis unter die 1450 m langen Krkbrücken vorgeschaltet. Auf der Wanderung beeindruckten besonders die vielen wilden Alpenveilchen und die weitaus üppigere Vegetation. Istrien grüßte aus der Ferne mit Regenwolken und wir bekamen als Lohn ein Fischessen in Nitvice serviert.
Auf mancher Tour hätte es manchmal eine Idee wärmer sein können, aber die Einheimischen wussten Abhilfe: Sliwovitz oder Grappa gab es reichlich bei jeder Gelegenheit.
Viele kleinere Vorkommnisse begleiteten diesen Ausflug, aber wichtig war, dass alle Teilnehmer mit einem Packen voller Erlebnisse und gesund wieder in Allmersbach ankamen. Wie heißt das Zitat von Matthias Claudius? Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Auf diesen Ausflug trifft das wahrlich zu.

 

Junior Team on tour

Nur ein kleiner Kreis war es, der sich dieses Jahr in den Allgäuer Bergen auf Touren machte. Bei sommerlichen Temperaturen waren es die Buchenegger Wasserfälle, die für die erste Tour über die Hündlealpe angesteuert wurden. Das kalte Wasser der Weissach brachte Abkühlung, bevor man den Heimweg über den Tarzansteg antrat.
Am nächsten Tag ging es mit der Bahn auf den Hochgrat. Panoramaweg und das neu renovierte Bergrestaurant mit Aussichtsterrasse luden zum Wandern und Verweilen ein. Abenteuerlich dann der Abstieg über den Seelekopfgipfel und dann runter zur Schilperealpe. Zu allem Übel zog nach längerer Rast auch noch ein Gewitter auf, aber die lustige Wirtin Waltraud leistete mit einem Golfcaddy Abstiegshilfe und man erreichte wohlbehalten wieder das Tal.
Hirschegg im Kleinwalsertal hieß das Ziel am nächsten Tag. Zusammen mit Bekannten ging´s aufs wolkenverhangene Wallmendinger Horn. Über Stutz- und Sonnalpe erreichte man nach einem Wolkenbruch tropfnass wieder Hirschegg.
Der letzte Tag war heimischen Gefilden gewidmet. Von der Hörmoosalpe führte der Weg über Glutschwanden, Vordere Fluh und Klettergarten wieder zurück nach Steibis um dann besuchte man noch die Schnapsbrennerei Hölln in Weissach. Beschwingt gingen 4 abwechslungsreiche Tage zu Ende. Versorgung gut, reichlich Erlebnisse, was will man mehr? Das wäre auch was gewesen für mehr und jüngere Teilnehmer, denn der jüngste Junior war schon 41 Jahre alt.

 

 

Bodensee Erlebnisplaner stand Pate und nicht nur der
Nur mit dem „harten Kern“ der Mitglieder wurde das 30jährige Jubiläum der Berg- und Wanderfreunde im Rahmen eines 3tägigen Ausflugs in die Bodenseeregion gefeiert. Wobei Wanderungen, wie man es bei einem Wanderverein vermutet, eigentlich nicht im Mittelpunkt stehen sollten. Lediglich die einstündige Tour zum Wildkirchli von der Ebenalp und der kurze Abschnitt zum Staufner Haus und zurück war geplant. Hinzu kamen gewissermaßen erzwungene Wanderungen, so der Rundgang durch die prähistorischen Pfahlbauten in Unteruhldingen, der Rundweg über den Affenberg bei Salem, die Führung durch die Meckatzer Löwenbrauerei, das Treppen auf und ab auf dem Säntis zu den verschiedenen Aussichtsplatten und der Rundweg im Minimundus in Meckenbeuren.

Doch am Sonntagmorgen, man war mit der Hochgratbahn zum Frühstück auf das Staufner Haus gefahren, plante der Wettergott mit. Schon beim Abstieg zum Staufner Haus kamen Wind und Wolken auf, die Kabinenbahn wurde aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen. Mal abwarten bis nach dem Berglerfrühstück. Doch an diesem Zustand änderte sich nichts, im Gegenteil. Ein Anruf bei der Bahn: „Wir fahren heute nicht mehr!“ So kam nur noch der Abstieg zu Fuß in Frage. Für einige Teilnehmer unvorstellbar, dass sie jemals freiwillig so was machen würden. Also noch einmal eine erzwungene Tour, Hochgratlauf bergab. Und die endete glücklicherweise für die „schlimmsten Fälle“ ab der Oberen Lauchalpe in der Schaufel des Schleppers der Hirten, die zufälligerweise an den Weidezäunen zu Gange waren.
Ansonsten erlebte man die Bodenseeregion in viele Facetten. Nach den steinzeitlichen Pfahlbauten brachte am ersten Tag der Affenberg bei Salem durch die gerade stattfindende Storchenfütterung und die Berberaffen mit den Jungen viel Abwechslung in den Rundgang.
Bei unserem Geschäftspartner, der Löwenbrauerei Meckatz, erfuhren wir vieles über die Bierherstellung aus heimischen Produkten und anschließend waren wir zu einem großzügigen Imbiss und Umtrunk eingeladen. Abendliche Bodenseestimmung vermittelte der Ausblick vom Pfänder, um dann im Allmersbacher Haus und bei den Nachbarn Quartier zu beziehen.

 


Der Samstag war der Schweizer Seite am Bodensee gewidmet. Auf der Schiffsfahrt von Lindau nach Rorschach wurde das Frühstück eingenommen um von dort im offenen Wagen der Zahnradbahn nach Heiden hochzufahren. Bei angenehmen Wetter ein kleiner Höhepunkt. Dort wartete der nagelneue Strohmaierbus, um uns weiter auf die Schwägalp zu bringen. Mir der riesigen Kabinenbahn vor beeindruckender Bergkulisse ging es flugs noch einige „Stockwerke“ höher auf den Säntis. Auffallend viele Bergwanderer strebten dem nicht vorhandenem Gipfel zu. Leider ist das ganze Massiv oft in den Wolken, so teilweise auch an diesem Samstag. Eine etwas andere Charakteristik dann auf der Ebenalp. Wildromantisch die Felsenwand am Wildkirchli, viele Gleitschirmflieger und unten das grüne Appenzeller Land mit den vielen Einzelhöfen. Sowieso auffallend die saubere Landschaft auf der Fahrt ins Rheintal. Jeder Zaun, jede Einfahrt, alles gerichtet, nirgends Abfall. Doch so schön alles ist, ein wirkliches Manko sind die Schweizer Preise. Richtig zünftig und erschwinglich beendete ein Grillabend rund ums Allmersbacher Haus den Tag.
Neben der unplanmäßigen Hochgrattour am Sonntagmorgen reichte es trotzdem noch zum Besuch der Miniaturbauten in Meckenbeuren. Erstaunlich die Vielfalt und die Größenunterschiede der bekanntesten Gebäude aus aller Welt. Zum Abschluss setzten wir uns in Ochsenhausen in den historischen Öchslezug, ein Dampferlebnis pur, um in 1stündiger Fahrt Warthausen zu erreichen. Der Erlebnisplaner hatte ausgedient.

 

Weitere Jahre

 

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