Ausflüge - 2005

 

Die Berg- und Wanderfreunde 9 Tage unterwegs!

Dalmatien war das Ziel des diesjährigen Ausflugs!

Zum bisher längsten Ausflug in der Vereinsgeschichte gab es den Startschuss schon am Freitagabend. Der vollbesetzte Reisebus der Fa. Strohmaier nahm die 1000 km Fahrt nach Zadar/Kroatien unter die Reifen, bei der ersten Pause wurde mitten in der Nacht gleich der 50. Geburtstag einer Teilnehmerin gefeiert.

Einen größeren Zwischenaufenthalt gab es erst in Slowenien, wo der Naturpark Skocjanske jame zur Besichtigung anstand. Fast alle der Teilnehmer waren erstaunt über die riesigen Ausmaße der Karsthöhle, in der ein kleiner Fluß für die nächsten 40 km zur Adria einfach im Berg verschwindet. Tropfsteingebilde, kühne Weganlagen, der rauschende Fluß in der riesigen Felsenhalle und ausgetrocknete Sinterterassen hinterließen nachhaltige Eindrücke. Bei Rupa wurde Kroatien erreicht und an Rijeka vorbei die Adriaküste. Noch lagen 200 km Küstenstrasse vor uns, doch diese zogen sich. Dafür präsentierten sich in jeder Bucht malerische Ortschaften mit kleinen Hafenanlagen und von den Anhöhen aus die azurblaue Adria mit den teilweise kahlen, vorgelagerten Inseln. Gegen Abend dann die Ankunft in Zadar und Quartierbezug im Hotel Donat. Übermüdet fiel man nach dem Abendessen in die Betten.

Der nächste Tag war für die Erkundung der Umgebung und der Besichtigung der mittelalterlichen, auf einer Halbinsel gelegenen Stadt Zadar vorbehalten. Besonders ins Auge fielen die teilweise riesigen Fähren und eine neu errichtete Seeorgel. Die Melodie erzeugte der Wind durch die unterschiedlich angebrachten Bohrungen in den Steinen. Die erste Ausfahrt führte zu den Krka-Wassefällen bei Sibenik mit der Besichtigung des Travertin-Wasserfalls, bei dem erhebliche Wassermassen über 17 Katarakte insgesamt 46 m in die Tiefe stürzen. Es sollte der einzige regnerische Tag werden. Auf der Fahrt ins Hinterland über den Roski Slap und Knin fielen vor allem die vom Krieg zerstörten Häuser auf, teilweise waren ganze Ortschaften betroffen. Welche Sinnlosigkeit in der sonst kargen Landschaft. Zum Wandern ging es am nächsten Tag zum nahe gelegenen Paklenica-Nationpark bei Starigrad. Schon die Anfahrt mit dem Bus zur wildromantischen Schlucht, die als Kulisse für einige Szenen verschiedener Karl May Filme diente, war interessant. Die Wanderungen zum 1 1/2 Std. entfernten Forsthaus oder noch weiter zum Berghaus wurde durch den Wildbach, den steilen Felswänden und die für uns ungewohnte Flora und Fauna bestimmt. Feigenbäume und die lieblichen Alpenveilchen säumten den Weg. Bei der Rückwanderung hingen unzählige Kletterer in den Felswänden der Schlucht (das bekannteste Klettergebiet Kroatiens).

Am Mittwoch standen die Plitwitzer Seen auf dem Programm, die wir über die neu gebaute Autobahn Richtung Zagreb und einiger Nebenstraßen erreicht wurden. Mit dem Zügle wurden die oberen erreicht und jeder Teilnehmer nahm die 5-Stunden Route unter die Sohlen.Ein See ergießt sich über Wasserfälle der verschiedensten Art in den anderen. Durch dieses Labyrinth von Naturwundern der besonderen Art gelangt man über schön angelegte Bohlenwege und an den Ufern entlang, der größte See wird mit dem Schiff überquert und dann kam der schluchtartige untere Teil der angestauten Seen mit dem “großen Wasserfall” zum Abschluss. Fehlte nur noch Winnetou oder Old Shatterhand, so fühlte man sich manchmal mitten hinein versetzt in einen der Karl May Filme, z.B. "Der Schatz im Silbersee", der auch hier gedreht wurde Vom Randweg hatte man noch einmal einen wunderbaren Ausblick auf die farbigen Seen und die schäumenden Waserfälle. Jede Beschreibung ist unzulänglich, man muss es einfach gesehen oder wie wir erwandert haben.

Einen Tag später ein weiterer Höhepunkt. Eine ganztägige Schiffstour durch die Insellandschaft der Kornatis stand auf dem Programm. Dazu hatten wir die "Argonaut", ein Holzschiff älteren Baujahrs, gechartert um von Biograd aus in die wieder azurblau schimmernde Adria zu stechen. Nach der mehrstündigen Fahrt durch die kahlen oder nur spärlich bewachsenen Inseln legte man am Südzipfel der Insel Dugi Otok an, um nach einer Wanderung am Salzsee und an der Steilküste entlang eine Grillpause einzulegen. Wieder beeindruckend die Farben des Wassers aus der Vogelperspektive und der mediterran beeinflusste Bewuchs der Insel. Fisch und Fleisch schmeckten hervorragend und weiter ging es durchs Inselgewirr wieder zurück Richtung Festland, wo man gegen Abend wieder frohgelaunt in Biograd anlegte.
Nach den ausgefüllten Vortagen gab es am letzten Tag ein kleines Programm. Noch einmal ging es in die Altstadt Zadar. Welch ein Unterschied zum Sonntag. Der überreiche Obstmarkt, die Fischhalle,das geschäftigte Treiben an allen Ecken und Enden vermittelten ganz andere Eindrücke und Gerüche. Am Nachmittag stand noch Nin auf dem Programm, wo die Mauerreste und die winzige Kirche der ehemaligen Königsstadt Kroatiens besichtigt wurden. Nach längerem Suchen war auch die Eselsfarm gefunden. Der Bauer trieb seine Esel in den Pferch und es konnte auch geritten werden. Das Umfeld der Farm glich dann eher einer Müllkippe. Ein Umstand, den man im übrigen öfter beobachten konnte. Allzu schnell kam der Samstag und damit die Abreise. An das Leben in Borik Hotels hat man sich inzwischen gewöhnt, besonders an die all inclusiv Versorgung. Aber eine Woche war vorbei und es ging über die neue Autobahn Richtung Zagreb und weiter nach Maribor. Danach wurde Kroatien wieder verlassen. Auffallend die vielen Straßenbauten im ganzen Land, die umtriebigen Metropolen, aber auch kärgliches Dasein im Hinterland mit nur vereinzelten Siedlungen. Der kurze Aufenthalt in Graz vermittelte nur einen kurzen Einblick dieser Kulturhauptstadt Europas. Über den Präbichl Pass wurde unser Nächtigungshotel Eisenerzer Hof in Eisenerz erreicht. Wie eine Mauer steht der Erzberg über der Stadt und am späten Abend kam man noch in den Genuß eines überreichen Feuerwerks, das anläßlich einer 1.Mai Kundgebung gezündet wurde. Vor der restlichen Heimfahrt am Sonntag stand noch das Abenteuer Erzberg auf dem Programm. Eine einstündige Fahrt mit dem Hauly. Das ist ein 860 PS Muldenkipper mit Freiluftsitzplätzen, der uns über die Abbauterrassen am Südhang des Erzberges zu seinen noch aktiven Kollegen und bis fast an den Gipfel hochschaukelte. Das schöne Wetter bescherte Kontraste: die noch schneebedeckten Gipfelregionen und unten die grünen Täler.

Unmittelbar danach dann die letzte große Fahrstrecke, durchs frühlingshafte Gesäuse und durch das Salzkammergut und an Salzburg vorbei erreichte man die Autobahn und bald wieder heimatliche Gefilde und noch bei Tageslicht wohlbehalten Allmersbach im Tal. Etwas müde von der Fahrt, aber reichlich eingedeckt mit Erlebnissen, Eindrücken und Besonderheiten der aus dem ehemaligen Jugoslawien neu gebildeten Staaten Slowenien und Kroatien. Besonders die einzigartigen Naturschönheiten entschädigten die Strapazen der über 3000 km langen Busreise und werden noch lange in Erinnerung bleiben. Alle Ausflugteilnehmer sagen hiermit noch herzliches Dankeschön an Brigitte und Jürgen Burr für die hervorragende Organisation zu diesem wunderschönen Ausflug, der die Vorstellungen wieder mal bei weitem übertraf - „Danke”.

   
   
   
   
   
 

 

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